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Dialog am Morgen

IHV-TGB Dialog am Morgen, IFA Klus 

27. April 2026
IHV-TGB Dialog am Morgen, IFA Klus, mit Andreas Gasche
  • Datum
    Donnerstag, 18. Juni 2026
  • Zeit
    7:30 Uhr
  • Standort
    IFA Balsthal

Wertschöpfung statt Masse: Andreas Gasche referierte beim Anlass „Dialog am Morgen“ in der IFA Klus

Im der noch angenehm schattig-kühlen Klus Balsthal traf sich der Industrieverein Thal – Gäu – Bipperamt am Morgen des Hitze-Donnerstags, 18.06.26 zum Dialog am Morgen. Nach dem Begrüssungskaffee im Foyer empfing der Präsident Peter Bader den Leiter der Standortförderung des Kantons Solothurn, Andreas Gasche, vor versammelten Mitgliedern in der Aula der IFA Klus.

Gemäss Andreas Gasches Ausführungen richte der Kanton Solothurn seine Standortförderung neu aus und wolle verstärkt Unternehmen gewinnen, die langfristig Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Im Fokus stehen dabei Präzisionsindustrie, Hightech, Medtech und innovative Produktionsbetriebe. Mit den bereits vorhandenen Kompetenzen in der Präzisionsindustrie ist der Schritt zur Robotik nicht mehr weit. Auch dieser Fachbereich steht im Fokus der Standortförderung.

Der Kanton Solothurn profitiere zunehmend von den grossen verfügbaren Flächen auf den Brachen ehemaliger Industriebetriebe, so Gasche. Des Weiteren setze die Standortförderung den Fokus auf eine engere Zusammenarbeit mit regionalen Netzwerkpartnern im Kanton und der Greater Zurich Area, um passende Firmen gezielt anzusprechen. Nicht jede Ansiedlung werde weiterverfolgt, hiess es aus dem Kanton. Entscheidend sei, ob ein Unternehmen zur Wirtschaftsstruktur passe und dem Standort einen wirtschaftlichen Nutzen bringe.

Die Standortförderung baut aktuell einen Fachbereich Innovation und Technologie auf. Obwohl der Kanton Solothurn keine eigene technische Hochschule hat, sollen Kooperationen mit Fachhochschulen und Förderprogrammen helfen, neue Projekte in Digitalisierung, Automatisierung und Ausbildung voranzubringen.

Herausforderungen bestehen weiterhin bei komplexen Eigentumsverhältnissen, etwa beim Entwicklungsgebiet «Klus». Hier seien die Besitzverhältnisse komplex, weshalb der Kanton auf die Zusammenarbeit mit Gemeinden und privaten Eigentümern angewiesen sei. Die Standortförderung sehe sich dabei vor allem als unterstützende Kraft, die Rahmenbedingungen schafft und Projekte strategisch begleitet.

Fazit des Referates: Mit gezielten Investitionen, regionaler Zusammenarbeit und einer klaren strategischen Ausrichtung wolle sich der Kanton Solothurn als wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort im nationalen und internationalen Umfeld positionieren. Standortpolitik sei eine langfristige Aufgabe, deren Wirkung sich oft erst nach Jahren zeigt.